Titelverteidiger Georg Zimmermann will in Bad Liebenstein erneut nach Gold greifen

Georg Zimmermann hat am 1. Mai mit seinem Sieg beim deutschen Radklassiker Eschborn-Frankfurt einen großen Coup gelandet. Der Augsburger, der für das belgische Team Lotto-Intermarché startet, hat auch am letzten Juni-Wochenende große Ambitionen. Als Titelverteidiger der Deutschen Straßenmeisterschaften der Elite steht er im Fokus der Konkurrenz. Und er wird alles geben, das begehrte Trikot erneut zu erobern.

Georg Zimmermann, wie ist die Form so kurz vor der DM? Zimmermann: Meine Form ist sehr gut, ich habe im Mai sehr gut trainiert. Die Vorbereitungen auf die Tour de France und die Deutsche Meisterschaft gehen Hand in Hand.

Wie war Ihre laufende Saison? Fährt man die Rennen anders, wenn man im Meisterschaftstrikot startet? Man steht natürlich viel mehr unter Beobachtung. Aber auch nach fast einem Jahr empfinde ich es nach wie vor als große Ehre, dieses Trikot tragen zu dürfen, und es erfüllt mich jedes Mal mit Stolz, wenn ich es morgens zum Training oder beim Wettkampf anziehe.

Haben Sie sich schon die DM-Strecke virtuell angeguckt? Wie sind die Chancen einer erfolgreichen Titelverteidigung? Der Kurs ist sehr vielversprechend. Ich denke, dass er mir liegt und dass ich gute Chancen auf ein gutes Rennen habe.

Manche Teams, wie Red Bull-Bora-hansgrohe, aber auch einige Kontinental-Mannschaften gehen mit großer Mannschaftsstärke an den Start, während Sie lediglich noch Jonas Rutsch aus Ihrem Team Lotto-Intermarché an Ihrer Seite haben. Macht es dieses Ungleichgewicht der Besetzung schwieriger, sich eine Taktik zurechtzulegen? Ist das überhaupt möglich? Das ist eher schwierig. So ein Rennen muss man auf sich zukommen lassen. Vorher irgendetwas zu planen, ist fast unmöglich. Aber wenn es mit mir nicht klappt, dann haben wir ja immer noch meinen Teamkollegen Jonas Rutsch.

Wer werden die härtesten Gegner sein, auf wen achten Sie besonders? Ich rechne mit Georg Steinhauser, mit Nils Politt, aber auch mit Nico Denz, der einen guten Giro gefahren ist.

Wie lautet Ihr konkretes Ziel für die DM 2026? Das Ziel heißt ganz klar Titelverteidigung, sonst würde ich gar nicht erst hinfahren. André Greipel hat das vor zehn Jahren das letzte Mal geschafft und die Messlatte hoch gelegt. Ich will das auch schaffen. Aber wenn es nicht klappt, wird die Welt nicht untergehen.

Starten Sie auch im Zeitfahren? Nein, ich fahre nur das Straßenrennen und konzentriere mich voll auf den Sonntag.